26.08.2014 – Yanchep Nationalpark

Der Wecker klingelt für, wir verzichten auf das Frühstück am Campingplatz, sondern fahren zurück in den Nationalpark. Dort gibt es 2 Plätze an denen wir auf einen netten Frühstücksplatz hoffen. Der erste ist Kangaroo Point. Macht seinem Namen alle Ehre. Wir sehen hier sage und schreibe 19 Western Grey Kangaroos! Einen BBG gibt es zwar nicht, aber wir bleiben eine ganze Weile und schauen den Roos zu.

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Wir fahren weiter in die Hangover Bay. Auch hier werden wir von Kangaroos begrüßt. Wir finden einen netten BBQ in den Dünen. Es gibt lecker Aussie Breakfast, Bacon Eggs, Vegemite Toast + Tea.

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Hier gibt es auch die tollen Grastrees, sie sehen aus wie Pinsel:

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Um die Mittagszeit kommen wir im Yanchep Nationalpark an. Ist eher ein Naherholungsgebiet für die Menschen aus Perth, am Wochenende ist es bestimmt voll hier, aber heute geht’s. Auch hier finden wir die Western Grey Kangaroos, sie dösen unter einem Baum. Bis auf wenige Schritte kommen wir heran. Papageien fliegen durch die Bäume und knabbern die Blüten an. Außerdem finden wir die 3 momentan hier lebenden Koalas. Zwei dösen, einer isst gerade. Das ist ein seltener Anblick, denn ein Koala schläft 20 Stunden am Tag. Das Schauspiel dauert auch nicht lang, bald macht er es sich in seiner Astgabel gemütlich und schläft wieder ein.

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Wir bleiben gar nicht sooo lange, suchen und lieber einen schönen Campingplatz in Perth, mit Schwimmbad natürlich. Die Kinder verbringen den ganzen Nachmittag im Wasser und auf dem riesigen Hüpfkissen. Der Campingplatz ist wirklich hübsch angelegt. 2 Seen gibt es und jede Menge Vögel sind hier unterwegs und betteln nach Essen: Ibisse, Enten, komische Wasserhühner, weiße Gänse, schwarze Schwäne und jede Menge Enten mit Babies.

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~ Arah OHara ~

25.08.2014 – Nambug Nationalpark – Pinnacles

Freies WLAN schon am frühen Morgen. Der Wecker klingelt zwar um 6 Uhr, wir liegen aber noch lange surfend im Bett. Ist auch noch kalt draußen. Trotzdem schaffen wir es um 8:45 pünktlich zur Pelikanfütterung an der Flussmündung zu sein.20140825_084414

Die ersten Pelikane warten tatsächlich schon auf uns, sehr gesittet… Dann kommt die Frau mit rotem Eimer und schon sind noch ein paar Pelikane mehr da. Wir bekommen erzählt, dass die ganze Pelikanfütterung schon seit guten 30 Jahren durchgeführt wird. Anfangs hat der Besitzer des Restaurants auf der anderen Straßenseite seine Fischer hier morgens geputzt und die Pelikane haben relativ schnell herausgefunden, die die Fischabfälle leichtes Futter sind, also sind sie jedem Morgen gekommen. Und wenn er mal zu spät war oder gar nicht kam, sind die Pelikane bis zum Restaurant auf der anderen Straßenseite gegangen, deswegen gab es in Kalbarri schon manchmal Stau.

Und weil uns die Surfer, Wellen und Delfine gestern so gut gefallen haben, sind wir heute nochmal zu Jakes Point gefahren. Wir bleiben bestimmt 1 Stunden. Tolle Wellen, tolle Surfer, leider keine Delphine, dafür aber ein süßer Hund.

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Wir müssen weiter, wir wollen heute noch zu den Pinnacles, sind nur knapp 300 km und in der Abenddämmerung soll es dort am schönstens sein, wir können uns also Zeit lassen.

Man merkt stark, dass wir in die Nähe von Perth kommen. Es ist hier dichter besiedelt, es gibt mehr Kreuzungen, mehr Autos. Auch kommen wir hier langsam in die Regionen wo Landwirtschaft betrieben wird. Wir sehen mehr Strommasten…

In Geraldton tanken wir und rasten am Hafen. Um 15:30 sind wir an den Pinnacles und fahren die 4 km Strecke ohne Hänger durch die Steine hindurch. Lustig… sieht aus wie Hinkelsteine oder Menhire. Wir sind ziemlich die letzten im Park, die Kängurus kommen auch schon raus, Western Grey Kangaroos. Mit dem für morgen angekündigten herannahendem Sturm sieht der Abendhimmel richtig toll aus. Die Pinnacles erscheinen irgendwie nicht wirklich real…

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Leider können wir hier im Nationalpark nicht campen, wir fahren also wieder ein Stückchen zurück auf einen Campingplatz. Gerade noch pünktlich kommen wir um 17:59 Uhr an. Gegrillt wird im dunkeln. Eigentlich wollten sich die Kinder weigern Känguru zu essen, aber sie probieren mal und finden es sehr lecker!

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~ Arah OHara ~

24.08.2014 – Kalbarri Nationalpark

Nach der fantastischen Cruise mit der Aristocat2 in Monkey Mia sind wir auf direktem Weg Richtung Highway gefahren, allerdings nicht ohne Stopp am Shell Beach, ein 120 km langer Strand, der nur aus kleinen Muscheln besteht. Verrückt. In Denham werden damit die Gartenwege „geschottert“, Ziegel gebrannt, Blumenkübel hergestellt.

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Leider hatten wir vergessen in Denham zu tanken und die Offroad Strecke durch den Francois Peron NP hat mehr Diesel gefressen als gedacht. Wir beobachten besorgt die Tanknadel und hoffen dass wir es noch bis zum Overlander schaffen…. und tatsächlich, auf den letzten 10 Litern kommen wir am Overlander an. Wir tanken auf, bleiben aber nicht hier, sondern suchen uns für die Nacht lieber einen netten Platz im Never Never.

Sonntag, 24. August 2014

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Die Nacht war eher unruhig so nah am Highway. Es fahren doch so einige Roadtrains die Nacht durch und nachts ist einfach alles lauter. Wir sind mal wieder kurz vor dem Wecker wach und nicht mal eine Stunde später schon on the road. Nach ca. 100 km ändert sich die Landschaft. Nicht mehr typisch Outback, rot, karg und spärlich bewachsen. Die Büsche werden größer, die immer noch trockenen Flüsse breiter, die Bäume höher. Man merkt deutlich, dass wir weiter nach Süden kommen.

Unser nächstes Highlight ist der Kalbarri Nationalpark. Der Murchison River hat sich hier auf 8i0 km Länge ein tiefes Bett in den weichen Boden gefressen. An einem Lookout machen wir uns einen Tee und genießen die Aussicht. Und mit uns ca. 100.000 bloody flies. Die Kinder sind leicht genervt. Ich habe mittlerweile das Gemüt einer Kuh!

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Der Kalbarri Nationalpark ist nur knapp 600 km von Perth entfernt, es ist merklich voller hier. Auch die Parkplatzkapazitäten im NP sind für Besuchermassen ausgelegt… wir müssen uns wohl langsam wieder daran gewöhnen.

In der kleinen Feriensiedlung Kalbarri finden wir einen schönen Campingplatz mit Pool, W-Lan, Camp-Kitchen und allem drum und dran. Wir bauen auf, genießen free Grapefruit vom Campinplatz, die Kinder surfen und gehen schwimmen. Dann machen wir uns wieder auf den Weg. Einmal in den Supermarkt an der Tanke, super gut sortiert! Morgen gibt es Kangaroo-Steakk!

Auf dem Weg zu der Wanderung am Mushroom-Rock + Rainbow Valley sehen wir einen tollen Surfspot, da wollen die Kinder unbedingt zugucken. Wir halten und wundern uns über den Surfstil der Surfer. Beim näher gehen erkennen wir: das sind surfende Delphine!

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Wie toll! Die WEllen donnern hier über Felsen, Jakes Point, einer der berühmtesten Surfspots entlang der Westküste. Wir sind so fasziniert, wir müssen einfach zuschauen… Die geplante Wanderung kürzen wir um die Hälfte der Strecke…

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Im Sonnenuntergang fahren wir noch am bottle shop vorbei, heute abend gibt’s Emu Beer

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~ Arah OHara ~

23.08.2014 – Best Cruise ever mit Aristocat2 in Monkey Mia!

Wir könnten zwar ausschlafen, weil wir erst um 10:15 in Monkey Mia sein müssen, aber wir sind mal wieder vor 6 Uhr wach. Wir haben also alle Zeit der Welt heute morgen in Ruhe zu frühstücken und alles zusammen zu packen.

Um 9.30 sind wir startklar. Wir kommen früh genug an, um uns noch mal die Delphine anzuschauen, die vor dem Strand auf und ab schwimmen.

Dann geht es an Bord. Der Skipper Greg und die Crew Brendan machen einen sehr netten und lustigen Eindruck. Es sind fast nur Australier an Bord. Wir sind hier also die  Exoten, und wie es immer so ist, sprechen mich auch viele Australier an, wo genau wir in Deutschland denn wohnen, dass sie auch schon mal in Europa waren oder die Vorfahren ursprünglich aus Deutschland stammen und wie uns Australien so gefällt. Lauter nette Leute hier!

Wir sind gar nicht so lange mit dem Katamaran, der Aristocat2 unterwegs, da treffen wir schon die erste Gruppe Delphine. Sie würden hier an der Stelle immer rumhängen. Eine Gruppe von 5 Jungs. Einer schlief auf der Seite liegend an der Wasseroberfläche, ist dann aber aufgewacht als wir näher kamen. Er hatte eine abgeknickte Rückenflosse durch einen Haiangriff. An den Rückenflossen kann man die Delphine unterscheiden, jede sieht anders aus. Mit Kerben und Kratzern durch Kämpfe, Haie oder Schiffsschrauben.

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Wir sind an eine andere Stelle gefahren, nur ca. 1qkm groß, an der es die einzigen 8 Delphine auf der Welt gibt, die mit „Werkzeug“ arbeiten. Die sogenannten Sponge-Dolphins. Sie benutzen einen See-Schwamm als Maulschutz um damit Steine umzudrehen unter denen sich eine besonders leckere Fischart befindet. Die 8 Delphine sind alle weiblich und diese besondere Jagdtechnik bringen sie nur ihren Töchtern bei.

Wir sind weiter gefahren an eine Stelle an der die Dugongs gerne rumhängen. Eher scheu, nicht so oft zu sehen, können bis zu 7 Minuten die Luft anhalten und machen dann auch nur einen Atemzug uns sind wieder weg. Ich habe irgendwie immer zu spät hingeschaut, mehr als den Rücken habe ich nie erspäht.

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Auf der Sandbank gab es auch einige Schildkröten unter Wasser zu sehen, zwischen den Felsen waren sie sehr gut getarnt.

Unser Skipper fragte dann, ob wir alle vielleicht eine halbe Stunde länger Zeit hätten, es wäre heute so ein schöner Tag und er wüsste, dass die Buckelwale noch in der Bucht sind, also würde er gerne noch ein Stückchen rausfahren. Gesagt, getan. Auf dem Weg haben wir sogar noch einen Schwarm Thunfisch gesehen, das kommt wohl auch nicht so häufig vor!

Und dann haben wir am Horizont schon die Wale gesehen. Der Skipper meinte, es wären nur ein paar Meilen bis dorthin, das würde sich heute lohnen. Wir haben den ein oder anderen dann auch in der Nähe gesehen, wenn er aufgetaucht ist zum atmen, aber dann sind sie auch schon weitergezogen und erst weiter weg von unserem Boot wieder aufgetaucht. So richtiges Glück hatten wir noch nicht. Aber dann! Wir hatten einen Wal gefunden, der gerade einen großen Kreis um seine Beute geschwommen ist und gefressen hat. Wir konnten das vom Boot aus gut beobachten. 2 oder 3x hat er diesen Kreis gezogen, dann schwamm er an unserem Boot vorbei und machte plötzlich kehrt und schwamm um unser Boot herum. Dann kam noch einer zweiter Wal dazu. und Beide umkreisten das Boot und schwammen unten drunter durch. Und dann hatten die beiden ihren Spaß uns zu beobachten. Sie tauchte immer wieder direkt neben dem Boot auf und schauten uns an, drehten sich auf den Rücken, kratzen sich ihren Rücken oder sogar ihre Bäuche am Boot. Wahnsinn! Normalerweise darf sich da Boot nur 10 Minuten in der Nähe der Tiere aufhalten, damit sie nicht zu viel gestört werden. Wir konnten allerdings nicht weg, weil die beiden zu dicht an uns dran waren, Wir hätten nicht wegshippern können ohne das  Risiko einzugehen sie zu verletzen. Also mussten wir bleiben. Mit einem Unterwassermikrofon hat der Skipper dann noch die Laut der Wale hörbar gemacht. Mittlerweile war auch klar, dass die Tour nicht nur 30 Minuten länger werden würde. Eine ganze Stunde lang haben sich die Wale uns und unser Boot angeschaut. Dann waren sie beide zeitglich am Bootsrumpf, so dass wir den Motor starten konnten. Das Einlegen des Rückwärtsganges fangen beide nicht so gut uns sie schwammen weg. Was einen fantastische Sache!

 

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Wir sind dann tatsächlich noch auf die Blue Lagoon Pearl Farm gefahren und haben erfahren, wie die Perlen mit Opal drin gezüchtet werden. Auf dem Dach der Farm saß auch noch ein See-Adler, der hier sein Jagd-Revier hat.

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Dann ging es mit 13 knots zurück nach Monkey Mia. Allerdings nicht ohne boom netting, darauf hatten sich John und Scarlett schon so gefreut. Sie saßen am Heck des Katamarans zwischen den Turbinen im Netz im Wasser und mussten sich festhalten. Dann hat der Skipper Gas gegeben, solange bis sie quasi übers Wasser geflogen sind! Wahnsinn, die hatten einen Spaß. Der Skipper ist vor Monkey Mia noch extra eine Zusatzrunde gefahren.

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Aus der 2,5 Stunden Tour ist also eine 4,5 STunden Tour geworden. Wir hatten aber auch alle unseren Spaß, auch Skipper und Crew waren begeistert von den Walen.

Jetzt mussten wir uns aber sputen, wenigstens bis zum Overlander wollten wir heute eigentlich fahren. Als wir aus dem Carpark in Monkey Mia rausfuhren lief und noch ein Emu über den Weg und kurz vor Denham dann ein Echidna. Was ein tierischer Tag!

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~ Arah OHara ~

22.08.2014 – Francois Peron Nationalpark

 

20140822_101924  Was soll ich sagen, der Wecker klingelt um 6 Uhr, wir sind aber wie immer schon vorher wach. Wir frühstücken recht gemütlich und machen uns dann auf den Weg in den Francois Peron Nationalpark. Sandpiste… wir müssen bei der Einfahrt in den NP den Reifendruck von 4 bar auf 2 bar herablassen.

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Die Piste wir sofort sandig, es gibt eigentlich nur 1 Spur die hier alle fahren, wie auf Schienen.Die gesamte Strecke zum Cape Peron ist 60 km lang, nach 50 km treffen wir das erste Auto.

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Wir halten an 3 Buchten. South Gregories, schöner Strand, kein Mensch hier, aber lange bleiben wir nicht. In der nächsten Bucht soll man schnorcheln können. Also fahren wir weiter zu Gregories. Was ein Farbspiel, der Sand auf dem wir fahren ist knallrot, auf dem selben knallroten Sand laufen wir zum Strand und dann stehen wir plötzlich auf weißem Sand vor Hellblauem kristallklarem Wasser. Wir im Paradies. Und auch an diesem Strand wieder kein Mensch. Die Buch ist eingerahmt von roten niedrigen Sandsteinklippen. Die Kinder bauen Burgen, Mick schnorchelt. Herrlich, nur wir und die Bucht! Dann fahren wir weiter in die nächste bucht, sie soll von den Farben noch spektakulärer sein. Bottle Bay, wir laufen zum Strand, wieder nur wir und azurblaues kristallklares Wasser, weißer Strand… aber wo sind die roten Klippen? Da bemerken wir, dass man wohl auch mit dem Auto am Strand entlang fahren kann. Wollen wir auch, jetzt wo der Reifendruck eh niedrig ist. Wir fahren bis zum Ende der Bucht und lunzen um die Ecke, wow, hier sind die roten Klippen. Wir schauen auf den Wasserstand, Ebbe oder Flut, wir wissen es nicht, aber auch bei Flut sollte es für einen kurzen Ausflug in diese Bucht reichen. Also einmal mit dem Auto durch den nassen Sand ans andere Ende der bucht. So toll sieht es aus, das Farbenspiel ist gigantisch. Am Ende der Bucht führen zwar Reifenspuren weiter, wir können aber auf der Karte nicht erkennen wie es weiter geht geländemäßig, also bleiben wir lieber hier. Außerdem sind wir hier völlig alleine und offensichtlich kommt die Flut, es kommt dann erstmal keiner in diese Bucht um uns evtl.. aus einer Sanddüne zu ziehen. Also wieder zurück und weiter Richtung Cape Peron.

South Gregories:

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Gregories:

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Bottle Bay:

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Cape Peron ist auch toll. Wieder rote Klippen, blaues Wasser, zwischen den Felsküsten weiße Sandstrände. Möwen sind hier, snapper tummeln sich im Wasser, Kormorane sitzen am Strand und Delphine schwimmen an der Küste entlang. Irgendwie unwirklich. Wir machen uns auf eine 3 km Wanderung an der Steilküste entlang und durch sandige Dünen zum nächsten Aussichtspunkt. Unterwegs begegnet uns ein Waran.

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Auf der Rückfahrt begegnet uns noch ein Thorny Devil:

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~ Arah OHara ~

21.08.2014 – Redback Spider

Wir haben heute die 2. giftigste Spinne Australiens getroffen.

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Ein recht großes Exemplar.  Ich hatte ein kleineres Exemplar ja schon mal in meinem Zimmer (back in 1992), war also weniger beeindruckt als der Rest der OHaras. Die haben sämtliche Kameras ausgepackt und fotografiert und gefilmt… die Australier meinten nur, sie würden lieber drauf treten als fotografieren….

~ Arah OHara ~

21.08.2014 – The dolphins at Monky Mia

Heute morgen sind wir wie immer früh aufgestanden.  Um 7:45 wollten wir in Monky Mia sein um die Delphine am Strand zu treffen. In der Nacht hat es zwar noch nicht geregnet, die Wäsche ist aber auch noch nicht getrocknet, wir hängen sie vorsichtshalber ins Zelt, soviel halt reinpasst… dann müssen wir uns sputen.

Pünktlich um 7:45 stehen wir am Strand, mit uns bestimmt noch 130 andere Leute. Im Wasser sieht man schon die Delphine. Eine Rangerin erklärt uns kurz wie die Fütterung von statten gehen wird. Dann dürfen wir den Strand betreten.

Der Strand soll nicht ständig bevölkert sein, die Delphine haben nämlich Kälber und diese müssen gesäugt werden. Das Wasser am Strand ist aber nicht tief genug und wenn sich die Mütter zu häufig am Strand aufhalten, bekommen die Kleinen zu wenig Futter. Daher gibt es auch nur 3 Fütterungen am Tag, die jeweils nur eine halbe Stunde dauern.

Wir stehen eine ganze Weile im kalten, algigen Wasser. Scarlett muss ihren Algen-Ekel überwinden, sie möchte so gerne ausgewählt werden um zu füttern. Eine ganze Weile schwimmen die Delphine am Strand auf und ab und schauen sich die Menschen an. Es werden nur die Mädels gefüttert, die Jungs würden vor Futterneid zu aggressiv werden. Auch werden keine Mädels gefüttert, die gerade ihrem Kalb das Jagen beibringen. Die Kinder würden sich sonst das „gefüttert werden“ auch abschauen.

Schließlich sollten wir das Wasser verlassen und am Strand warten, ein Zeichen für die Delphine, dass es gleich Fisch gibt.

Die Delphin Dame die heute am Strand war – Nicky – kommt seit 38 Jahren jeden Morgen an den Strand um sich 300g Fisch abzuholen.  12kg Fisch braucht ein Delphin pro Tag. Sie kommt also offensichtlich nicht nur wegen des Fisch hier her.

Die Kinder hatten Glück. Bei der ersten Fütterung dürfte Scarlett füttern, bei der zweiten Fütterung des Tages wurde John ausgewählt und durfte einen Fisch reichen.  Glückliche Kinder!

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Mittlerweile ist der leichte Wind von heute morgen in einen frischen stürmischen Wind übergegangen. Der Himmel ist rabenschwarz und als die Fütterung zu Ende ist, fängt es an zu regnen. Wir halten uns also nicht zu lange in Monkey Mia aus. Wir haben Bedenken, dass das Vorzelt vielleicht doch nicht hält oder Wäsche von der Leine gepustet wird.

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Wir verbringen also einen faulen Tag am, im und um den Camper herum mit freiem W-LAN. Es gibt auch endlich  mal wieder Kaffee und Kekse.

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Wir laufen später nochmal in die Stadt, ein bisschen shoppen. T-Shirts, Postkarten und für mich einen Opal in einer Perle. Dann fängt es mal wieder an zu schütten. Die Shop Besitzerin meint, es regne hier nur 1x im Monat. Dieser Tag sei also schon etwas besonderen. Wir laufen also auf der nassen Hauptstraße raum und freuen uns über das besondere Farbenspiel-

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~ Arah OHara ~

17.08.- 20.08.2014 – Von Tom Price ans Ningaloo Reef

Sonntag, 17. August 2014

Im absoluten Never Never haben wir gestern einen netten Platz für die Nacht gefunden. Wir stehen nach einer endlich wieder warmen Nacht um 6 Uhr auf.  Es gibt nur ein schnelles Frühstück, Müsli. Schließlich wollen wir schnell auf die Strecke, wir haben ca. 600 km vor uns, zurück an die Küste. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt.  Unterwegs sehen wir Kängurus, Emus, Warane, Galahs, Schafe und Rinder.

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In Exmouth angekommen erfahren wir allerdings, dass alle Campingplätze im Cape Range NP schon voll sind.  Wir sollen am nächsten Morgen um 8 Uhr beim Ranger sein,  vielleicht könnten wir dann noch einen platz bekommen.  Allerdings sei der Yardie Creek Run (die 4WD Verbindung nach Coral bay) zur zeit gesperrt. Schade, genau da wollten wir lang. Also zögern wir nicht lange, tanken nur und machen uns über den highway auf den direkten Weg nach coral bay. Wir bekommen dort den letzten Platz mit Stromversorgung, leider nur für diese Nacht.  Morgen früh müssen wir umziehen. Aber egal, der Campingplatz hat einen Pool und außerdem auch endlich mal Duschen und morgen wird mal ein Strandtag gemacht.

Montag, 18. August 2014

Wir müssen bis 10:30 am Platz bleiben,  dann bekommen wir Bescheid auf welchen Platz wir umziehen können.  Mick ist zu faul das Zelt zusammen zu falten.  Kurzentschlossen ziehen wir mit aufgebautem Zelt.  Eine kleine Attraktion für die grauen Nomaden. In der Zwischenzeit vergnügen sich die Kinder im Pool: Borwater: warmes,  salziges Wasser aus dem Great artesian basin.  Nicht zum trinken geeignet, aber okay für Dusche und Waschmaschine. Naja, die Dusche hatte ich mir gestern abend noch anders vorgestellt, aber besser als gar nichts…

Dann geht es an den Strand. Strahlend weiß, wie toll! Nach all dem roten Outbackstaub ist das echt eine Abwechslung! DAs Wasser ist kristallklar, keine Wellen, es plätschert sanft an den flachen  Strand. Hier schwimmen schon Fische im flachen Wasser. Die Korallen kann man vom Strand aus in wenigen Schwimmzügen erreiche. Ist halt eher brauch hier, ist nämlich ein subtropisches Riff und kein tropisches. Dafür ist es wesentlich intakter als das Great Barrier Reef und die Korallen sind viel größer. Das Wasser in der Lagune ist angenehm warm, die Wellen brechen sich am äußeren Riff, hier drinnen ist alles ruhig.

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Scarlett ist allerdings etwas ängstlich beim schnorcheln. Wir buchen daher eine Fahrt im Glasbodenboot. Wir essen am Strand noch Lamingtons und Hedgehogs und halten nochmal den Kopf unter Wasser. Wir sehen einen Rochen, Scarlett sogar einen Riffhai. Dann geht es an Bord. Das Riff ist hier so dicht bewachsen, dass die Fische hier völlig geschützt vor Raubfischen sind, daher verstecken sie sich auch  nicht. Die Korallen wachsen bis 25 cm unter die Wasseroberfläche. Wir kommen aus dem Staunen kaum raus.

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Um 15:30 legen wir wieder am Strand an, pünktlich zur Fischfütterung. Die Brassen schwimmen zwischen unseren Beinen hin und her.

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Dienstag, 19. August 2014

Am frühen morgen fahren wir weiter südlich. Wir haben noch Vorräte für 1 Nacht in der Wildness, also fahren wir über die Blowholes-Road nach Point Quobba. Hier gibt es ein blowhole, die Fontäne schießt 20 Meter in die Höhe.  Sehr beeindruckend!

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Wir fahren off road ein bisschen weiter die Küste entlang, halten an und sehen einige Buckelwale in der Bucht spielen.  Wie toll!

Am Nachmittag gehen wir noch an den Strand der Lagune. Wie ein Aquarium! An den Korallen des Ningaloo Reef tummeln sich unzählige bunte Fische.  Dafür geht man gerne frierend bei kaltem wind und stürmischer See (vor unserer geschützten Lagune) ins Wasser. Eine Dusche wird es wohl heute nicht mehr geben, das Salzwasser muss genügen.

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Aus den letzten Vorräten brutzeln wir noch einen Bohnentopf mit indischer Sauce, schmeckt sogar… dann ist es schon wieder dunkel und wir gehen schlafen. In der Nacht wachen wir allerdings mehrmals auf, die Wellen erscheinen wahnsinnig laut, wie sie rechts von uns über die Steine in die Lagune donnern und links von uns direkt an den Strand schlagen.

Mittwoch, 20. August 2014

Wir müssen dieses Paradies leider schon verlassen.  Der Weg nach Perth ist noch weit und es gibt noch so viel zu sehen. Mit der Dämmerung wachen wir auf. Das Zelt ist wie immer schnell zusammengebaut.

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Wir haben also Zeit nochmal an die Lagune zu gehen. Wir sind erstaunt, dass die See heute morgen viel ruhiger ist als sie sich noch in der Nacht angehört haben. Wir gehen zu den Rockpools und sehen von oben im seichten Wasser wieder viele Fische. Wahnsinn, ich glaube diese Vielfalt hatten wir am Great Barrier Reef nicht gesehen. Zum Abschied von diesem herrlichen Paradies treffen wir noch ein junges Riesenkänguru. Es grast am Straßenrand. Als wir daneben anhalten schaut es uns neugierig an und nach einigen Fotos springt es davon.

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Kurz danach sind wir schon in Carnarvon und füllen unsere Vorräte auf, endlich! Hier kaufen wir auch heimische Snack-Bananen, super lecker! Buy west, get best!

Auf unserer Reise in den Süden haben wir bereits den Tropic of Capricorn überquert, also den südlichen Sonnenwendekreis, heute überqueren nun auch den 26. Breitengrad und verlassen damit Northwestern Australia. Um die Mittagszeit kommen wir am Overlander Roadhouse an, hier soll es die besten Burger von W.A. geben. Wir schlagen zu.  4 Burger – 44 AUD! Wir sitzen auf unserem Trailer, genießen den Ausblick und staunen über das Kommen und Gehen am Roadhouse. So weit südlich ist gleich etwas mehr los.

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Nach weiteren 2 Stunden Fahrt kommen wir in der Shark Bay in Denham, wir bekommen den letzten Platz mit Strom auf dem Campingplatz. Wir bauen auf und freuen uns über das freie WiFi UND DIE DUUUSCHEEE!!! Seit Port Hedland gibt es hier die erste Frischwasserdusche. Seit fast 2 Wochen sind wir unterwegs, wir nutzen also die Facilities aus und waschen auch mal Wäsche. Von unseren Nachbarn erfahren wir, dass es morgen regnen soll, also bauen wir auch noch unser Vordach auf, dass die Küche, Tische und Stühle im trocken stehen. Heute bleiben wir wach bis uns das Internet verlässt. Morgen müssen wir früh raus, Die Delphine erwarten uns.

~ Arah OHara ~

 

14.08. – 16.08.2014 – Karijini NP

Donnerstag, 14. August 2014

Der Wecker klingelt wieder um 6 Uhr. Frühstück ist schnell gemacht. Mittlerweile feilen wir an unserer Routine, um noch schneller auf der Straße zu sein. Noch vor 8 Uhr sind wir vom Campingplatz runter. Das Shopping Centre hat schon seit 7 Uhr auf, wir brauchen Vorräte für mindestens 4 Tage. Eine Stunde dauert unser ausgedehnter Shopping trip, dann noch tanken. Der Toyota braucht 15 Liter auf 100 km, geht eigentlich. Hat einen 140 Liter Tank, so weit kommen wir damit leider nicht, wir müssen also rechtzeitig ans nachtanken denken.

Die Straße Richtung Newman ist hier extrem stark befahren. Lauter Roadtrains (4 Hänger) und Service Fahrzeuge, Einsamkeit ist anders.

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Nach ca. 250 km ändert sich die Landschaft! Die Flüsse führen hier gar kein Wasser mehr, alles trocken. Aus der Ebene ist eine hügelige Landschaft geworden. Mal liegen „rote Murmeln“ rum, mal sind die Berge messerscharf abgeschnitten, mal wieder sanft hügelig.

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Leider vergessen wir am Auskie Roadhouse zu tanken, wir rollen fasziniert dran vorbei. Hier steht ein Roadtrain nach dem anderen.  Wir fahren jetzt in die Harmersley Range und bekommen schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf den Nationalpark. Hier fahren auch keine Roadtrains mehr!

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Wir sind im Karijini NP auf 750 m Höhe angekommen.  Die Nächte werden hier wohl kalt werden. Es geht das erste mal über eine längere dirtroad.

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Das Camp ist schnell errichtet. Mit allem drum und dran sind wir in guten 15 – 20 Minuten fertig. Wir haben ja 8 Hände die tatkräftig mit anpacken. Unsere Nachbarn sind aus Deutschland, mit 2 Kindern, 2 Jahre alt und das andere 6 Monate alt. Seit 3 Monaten unterwegs – Halbzeit. Die Kinder werden gleich als Spielkameraden in Beschlag genommen.

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Danach machen wir uns auf den Weg zum Fortescue Pool, einem Wasserloch ganz in der Nähe, schon nach 800 Meter zu erreichen, also auch für John und den kaputten Zeh gut machbar. Es geht steil bergab in die Schlucht und noch steiler runter zum Rockpool. Ein ebener Pfad führt allerdings weiter zum Fernpool, für den entscheiden wir uns. Der Fernpool sieht noch schöner aus, nicht zwischen schroffen Felsen, die steil nach oben ragen, sondern sanftere Felsen mit Farnen bewachsen.

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Eine Leiter führt ins Wasser, wir nehmen die Einladung zum Baden gerne an! Erfrischend kühl, das Wasser ist glasklar und tief. Am anderen Ende ist ein Wasserfall, das Wasser soll schön warm sein. Scarlett traut sich aber nicht zu den Felsen und John ist es im Wasser dann doch zu kalt, also nimmt nur Mick eine Dusche. Nach dem Abtrocknen geht es wieder zurück. Das Laufen wärmt auf und der Aufstieg sowieso. Oben angekommen wärmt auch wieder die Sonne.

Sobald sie allerdings weg ist, wird es recht kalt. Wir essen tatsächlich im Schlafsack!

Freitag, 15. August 2014

Die Nacht war dann auch wirklich lausig kalt. 3ºC. (Der Kühlschrank hatte 5°C!!) Aber mit Sonnenaufgang ist es auch gleich wieder etwas wärmer.

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MIck bringt uns heißen Tee und heißen Kakao an den Schlafsack!

Heut wollen wir einige Schluchten erwandern bzw. durchklettern. Über eine Gravel Road geht es zum Weano Gorge. Es geht durch Bushland mit dichtem Spinifex an Termitenhügeln vorbei, dann runter in den Gorge. Ein Bach begleitet uns, am Grund des Gorges wachsen viele Eukalyptus-Bäume. Der obere Gorgeverlauf ist sehr bewachsen mit Schild und Bäumen, die Felsen sind eckig abgebrochen, auch Spinifex wächst hier. Wir kommen an ein Wasserloch, hier müssen wir durchwaten und auf der anderen Seite an einer Felswand entlang kraxeln. Hier wird die Schlucht jetzt dunkler und enger. Die Felsen sind glatt gespült und bieten kaum noch halt. Der Fels ist auch eher grau vom Wasser als noch rot. Hier wächst kaum noch was. Durch einen etwas mehr als Schulterbreiten Gang quetschen wir uns durch. Unten läuft der Bach und lässt die Steine sehr glitschig werden. Am Ende geht es steil runter, sodass ein Handlauf hin gebaut wurde, dass man hier auch wieder raus kommt. Passenderweise heißt der Pool Handdrail-Pool.

Broome nach Perth

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Der Aufstieg aus dem Weano Gorge geht dann direkt den steilen Hang über Stufen hinauf.

Noch haben wir Kraft in den Beinen und entscheiden uns auch noch in den Hancock Gorge runter zu klettern. Der Abstieg geht steil über Eisenleitern (gibt ja genug Eisenerz hier). Dann geht es über große Felsen zum Wasserloch. Hier heißt es entweder schwimmen oder an der Wand entlang klettern. Wir lassen all unsere Sachen hier und machen uns auf den Weg.

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Der Walk ist noch schwerer als im vorherigen Gorge! Abgekämpft und glücklich fahren wir nach 2 tollen Wanderungen zurück in unser Camp. Nach einem reichhaltigen Abendessen und einer Katzenwäsche gehen wir in die Schlafsäcke. Die Nach ist zwar genauso kalt, aber wir sind besser darauf vorbereitet.

Für die Milchstraße verlassen wir aber nochmal kurz die Wärme und staunen… soweit das Auge sehen kann lauter Punkte am Himmel!

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Samstag, 16. August 2014

Die Nacht war kalt, aber machbar. Wir bekommen von Mick wieder einen heißen Tee bzw. Kakao ans Bett gebracht! Was ein Service!

Wir bauen unser Camp ab. Heute Vormittag schauen wir uns noch den Kalamina Gorge an, dann müssen wir leider weiter fahren. Unser Treibstoff reicht sonst nicht für den Weg nach Tom Price, wenn wir hier im Nationalpark noch mehr rumfahren.

So früh morgens ist noch keiner hier. Es ist wirklich still! Es geht wieder steil hinunter in die Schlucht. Es ist gar nicht so tief und unten sehr breit und dicht bewachsen. Rechts sieht man den Wasserfall, der grünblaue Pool ist durch das Gras fast gar nicht zu sehen. Wir machen uns auf den Weg rechts rum tiefer in den Gorge hinein. Nachdem wir uns durch das Spinifex über große Felsen durchgeschlagen haben, laufen wir wieder über den blanken Fels des Gorges. Der Bach plätschert in der Mitte über kleine Wasserfälle. Ein wenig grünes Ufergewächs ist immer noch da. Die Wände werden immer höher, roter, steiler. Toller Farbenmix mit dem blauen Himmel dazu und den weiß-grünen Ghost Gumtrees am Rande der Schlucht. Die Rockpools werden jetzt immer tiefer, der Creek immer breiter und unser Weg zum laufen immer enger. Irgendwann kommen wir an eine enge Stelle an der wir weiter schwimmen müssten. Der Fels bietet jedenfalls keine Möglichkeit weiter zu klettern. Wir rasten, essen und trinken was, dann wandern wir zurück. Und John wandert tapfer mit! Der gebrochene Zeh schmerzt kaum noch!Bevor wir aus dem Gorge wieder rausklettern, kühlen wir noch unsere Füße im Rockpool am Wasserfall.

 

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Wir verlassen den Karijini Nationalpark und fahren nach Tom Price, wir brauchen Diesel. Hier fahren wir dann auch noch auf den Mt. Nameless. Den zweithöchsten Berg von W.A., der höchste Berg, der mit einem Fahrzeug zu befahren ist (1.1016m). Den Hänger müssen wir unten lassen, dann geht es 4WD steil nach oben. Ein toller Ausblick auf die weite unendliche Natur, nur zu der einen Seiten. Auf der andren Seiten haben wir den perfekten Blick auf die Tom Price Mine, auch beeindruckend die Größe, wenn auch auf einen andere Weise.

Broome nach PerthBroome nach PerthBroome nach PerthBroome nach Perth

Wir nehmen von hier aus den shortcut über 80km gravelroad Richtung Highway zurück zur Küste. Dort finden wir einen netten Platz hinter Bäumen für die Nacht. Von Sonnenuntergang bis -aufgang verschwinden wir in unseren Schlafsäcken nach einer Katzenwäsche und einer Linsensuppe. Die Nacht ist hier hoffentlich  nicht so kalt. Zumindest kühlt es sich nach Sonnenuntergang schon nicht so schnell ab.

Broome nach Perth

~ Arah OHara ~

12.08. + 13.08.2014 Weiterfahrt nach Port Hedland über 80 Mile Beach

Dienstag, 12.8.2014

Der Wecker klingelt um 7, aber die Bande bleibt faul im Bett liegen. Alles in allem brauchen wir 2,5 Stunden zum Abbau unseres Camps.

Beim Zusammenbau ist leider ein Gummi an einer Stange gerissen, also nochmal zurück zum Vermieter. Somit sind wir wesentlich später erst losgekommen als geplant.

Auf dem Great Northern Highway angekommen, haben wir in der Ferne schon das Buschfeuer gesehen, welches wir schon bei der Landung gesehen haben. Wir sind sogar mitten durch gefahren. Es hat nur das Spinifex gebrannt, sodass alles halb so wild war.

Broome nach Perth

Broome nach Perth

 

Broome nach Perth

Die Fahrt entlang des Great Sandy Dessert ist ein bisschen eintönig. Der wunderschöne 500 Kilometer lange 80 Mile beach ist leider 20 – 50 Kilometer von der Straße entfernt.  Es ist hier so flach dass man ihn auch nicht sehen kann.

Bis zu unserem Ersten Halt sind es 280 km. Sandfire Roadhouse. Die erste Tankstelle seit Broome. Der Liter Diesel 1,96 AUD.

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Broome nach Perth

Broome nach Perth

Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir unser Tagesziel,  den Campingplatz am 80 – Mile – Beach. Wir haben schnell das Camp aufgeschlagen – alles in allem vielleicht 15 Minuten, haben ja auch alle mitgeholfen. Dann sofort zum Strand, Tageslicht ausnutzen.

Der 80 Mile Beach ist beeindruckend. Von links nach rechts, von Horizont bis Horizont nur Strand, ca. 450 km lang.  Der Tidenhub beträgt 7-15 Meter, das Wasser war also gerade ca. 1,5 km weit weg. Und wahnsinnig viele Muscheln. Wir sind also im Watt Muscheln sammeln gegangen, während andere mit dem Auto auf dem Strand gefahren sind.

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Den Sonnenuntergang muss man hier einfach gesehen haben! Wir sind wieder Richtung Dünen gegangen. So flach wie der Strand hier ist, möchte man bei auflaufendem Wasser nicht mehr im Watt sein, vor allem nicht nach Sonnenuntergang.

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Mittwoch, 13. August 2014

Der Wecker klingelt, ich mache die Augen auf, alles noch dunkel. Oh je, Wecker hatte ich doch für 6 gestellt. Ob der wohl zu früh geklingelt hat? Aber das Zelt ist einfach nur extrem lichtdicht. Draußen dämmert es schon! Gefrühstückt wird um 6:30, zusammengepackt usw…. auf der Strecke sind wir um 9:30, Tagesziel heute ist Port Hedland.

Vorher gehen

nochmal an den Strand und entdecken eine Seasnake, glücklicherweise auf dem trockenen, den sie ist eine der giftigsten Schlangen in Australien.  Vielleicht gehen wir doch lieber nicht schwimmen…

Broome nach Perth

Die Weiterfahrt nach Port Hedland zieht sich. Die Landschaft ist recht flach, nur das Buschwerk wechselt sich ab. Es ist das Great Sandy Dessert, das hier bis an die Küsten heranreicht. Dann fängt es an hügeliger zu werden, einen Eisenbahnschiene begleitet uns, es sind mehr Road Trains und Service Fahrzeuge der Minen Unterwegs. Wir kommen jetzt ins „Ruhrgebiet Australiens „. Am Horizont sieht man schon den weißen Salzberg der Salinen von Port Hedland.

Flüsse gibt es mittlerweile auch. Wir machen am De Grey River Pause. Der Fluß fließt allerdings nicht mehr, mittlerweile ist er nur noch ein Billabong. Trotzdem kann man noch gut angeln. Allerdings wären gestern hier noch 2 Western Taipane gesehen worden, wir sollen lieber vorsichtig sein beim Rumlaufen, mahnt uns ein Ehepaar – eines der vielen Grey Nomads, die wir treffen.

Zur Mittagszeit sind wir in Port Hedland angekommen. Die ganze Stadt ist rostrot gefärbt, nicht mehr tropisch weiß wie in Broome. Überall ist die Schwerindustrie zu sehen. Wir essen erstmal ein typisches australisches Frühstück zum Mittag, genießen den Pool am Campingplatz und schauen uns die Stadt an. Faszinierend auf seine Weise, aber sicher nicht schön!

Broome nach Perth

Broome nach Perth

~

 Arah OHara ~