Sonntag, 17. August 2014
Im absoluten Never Never haben wir gestern einen netten Platz für die Nacht gefunden. Wir stehen nach einer endlich wieder warmen Nacht um 6 Uhr auf. Es gibt nur ein schnelles Frühstück, Müsli. Schließlich wollen wir schnell auf die Strecke, wir haben ca. 600 km vor uns, zurück an die Küste. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Unterwegs sehen wir Kängurus, Emus, Warane, Galahs, Schafe und Rinder.
In Exmouth angekommen erfahren wir allerdings, dass alle Campingplätze im Cape Range NP schon voll sind. Wir sollen am nächsten Morgen um 8 Uhr beim Ranger sein, vielleicht könnten wir dann noch einen platz bekommen. Allerdings sei der Yardie Creek Run (die 4WD Verbindung nach Coral bay) zur zeit gesperrt. Schade, genau da wollten wir lang. Also zögern wir nicht lange, tanken nur und machen uns über den highway auf den direkten Weg nach coral bay. Wir bekommen dort den letzten Platz mit Stromversorgung, leider nur für diese Nacht. Morgen früh müssen wir umziehen. Aber egal, der Campingplatz hat einen Pool und außerdem auch endlich mal Duschen und morgen wird mal ein Strandtag gemacht.
Montag, 18. August 2014
Wir müssen bis 10:30 am Platz bleiben, dann bekommen wir Bescheid auf welchen Platz wir umziehen können. Mick ist zu faul das Zelt zusammen zu falten. Kurzentschlossen ziehen wir mit aufgebautem Zelt. Eine kleine Attraktion für die grauen Nomaden. In der Zwischenzeit vergnügen sich die Kinder im Pool: Borwater: warmes, salziges Wasser aus dem Great artesian basin. Nicht zum trinken geeignet, aber okay für Dusche und Waschmaschine. Naja, die Dusche hatte ich mir gestern abend noch anders vorgestellt, aber besser als gar nichts…
Dann geht es an den Strand. Strahlend weiß, wie toll! Nach all dem roten Outbackstaub ist das echt eine Abwechslung! DAs Wasser ist kristallklar, keine Wellen, es plätschert sanft an den flachen Strand. Hier schwimmen schon Fische im flachen Wasser. Die Korallen kann man vom Strand aus in wenigen Schwimmzügen erreiche. Ist halt eher brauch hier, ist nämlich ein subtropisches Riff und kein tropisches. Dafür ist es wesentlich intakter als das Great Barrier Reef und die Korallen sind viel größer. Das Wasser in der Lagune ist angenehm warm, die Wellen brechen sich am äußeren Riff, hier drinnen ist alles ruhig.
Scarlett ist allerdings etwas ängstlich beim schnorcheln. Wir buchen daher eine Fahrt im Glasbodenboot. Wir essen am Strand noch Lamingtons und Hedgehogs und halten nochmal den Kopf unter Wasser. Wir sehen einen Rochen, Scarlett sogar einen Riffhai. Dann geht es an Bord. Das Riff ist hier so dicht bewachsen, dass die Fische hier völlig geschützt vor Raubfischen sind, daher verstecken sie sich auch nicht. Die Korallen wachsen bis 25 cm unter die Wasseroberfläche. Wir kommen aus dem Staunen kaum raus.
Um 15:30 legen wir wieder am Strand an, pünktlich zur Fischfütterung. Die Brassen schwimmen zwischen unseren Beinen hin und her.
Dienstag, 19. August 2014
Am frühen morgen fahren wir weiter südlich. Wir haben noch Vorräte für 1 Nacht in der Wildness, also fahren wir über die Blowholes-Road nach Point Quobba. Hier gibt es ein blowhole, die Fontäne schießt 20 Meter in die Höhe. Sehr beeindruckend!
Wir fahren off road ein bisschen weiter die Küste entlang, halten an und sehen einige Buckelwale in der Bucht spielen. Wie toll!
Am Nachmittag gehen wir noch an den Strand der Lagune. Wie ein Aquarium! An den Korallen des Ningaloo Reef tummeln sich unzählige bunte Fische. Dafür geht man gerne frierend bei kaltem wind und stürmischer See (vor unserer geschützten Lagune) ins Wasser. Eine Dusche wird es wohl heute nicht mehr geben, das Salzwasser muss genügen.
Aus den letzten Vorräten brutzeln wir noch einen Bohnentopf mit indischer Sauce, schmeckt sogar… dann ist es schon wieder dunkel und wir gehen schlafen. In der Nacht wachen wir allerdings mehrmals auf, die Wellen erscheinen wahnsinnig laut, wie sie rechts von uns über die Steine in die Lagune donnern und links von uns direkt an den Strand schlagen.
Mittwoch, 20. August 2014
Wir müssen dieses Paradies leider schon verlassen. Der Weg nach Perth ist noch weit und es gibt noch so viel zu sehen. Mit der Dämmerung wachen wir auf. Das Zelt ist wie immer schnell zusammengebaut.
Wir haben also Zeit nochmal an die Lagune zu gehen. Wir sind erstaunt, dass die See heute morgen viel ruhiger ist als sie sich noch in der Nacht angehört haben. Wir gehen zu den Rockpools und sehen von oben im seichten Wasser wieder viele Fische. Wahnsinn, ich glaube diese Vielfalt hatten wir am Great Barrier Reef nicht gesehen. Zum Abschied von diesem herrlichen Paradies treffen wir noch ein junges Riesenkänguru. Es grast am Straßenrand. Als wir daneben anhalten schaut es uns neugierig an und nach einigen Fotos springt es davon.
Kurz danach sind wir schon in Carnarvon und füllen unsere Vorräte auf, endlich! Hier kaufen wir auch heimische Snack-Bananen, super lecker! Buy west, get best!
Auf unserer Reise in den Süden haben wir bereits den Tropic of Capricorn überquert, also den südlichen Sonnenwendekreis, heute überqueren nun auch den 26. Breitengrad und verlassen damit Northwestern Australia. Um die Mittagszeit kommen wir am Overlander Roadhouse an, hier soll es die besten Burger von W.A. geben. Wir schlagen zu. 4 Burger – 44 AUD! Wir sitzen auf unserem Trailer, genießen den Ausblick und staunen über das Kommen und Gehen am Roadhouse. So weit südlich ist gleich etwas mehr los.
Nach weiteren 2 Stunden Fahrt kommen wir in der Shark Bay in Denham, wir bekommen den letzten Platz mit Strom auf dem Campingplatz. Wir bauen auf und freuen uns über das freie WiFi UND DIE DUUUSCHEEE!!! Seit Port Hedland gibt es hier die erste Frischwasserdusche. Seit fast 2 Wochen sind wir unterwegs, wir nutzen also die Facilities aus und waschen auch mal Wäsche. Von unseren Nachbarn erfahren wir, dass es morgen regnen soll, also bauen wir auch noch unser Vordach auf, dass die Küche, Tische und Stühle im trocken stehen. Heute bleiben wir wach bis uns das Internet verlässt. Morgen müssen wir früh raus, Die Delphine erwarten uns.
~ Arah OHara ~
















Genau über diesen Abschnitt – Tom Price, über den Berg und die vollen Campingplätze im NP – habe ich gestern im Reiseführer gelesen,
Du reist also mit uns 😉 es ist traumhaft schön! Da kann man den langen Flug ruhig auf sich nehmen. Die Landschaft entschädigt für alles!
Superschöne Bilder! Eine tolle Zeit Euch noch! LG Natascha