Sonntag 16. August 2015
Wir starten unsere Reise nach Broome. Der erste Zwischenstopp ist der Berry Springs Nature Park nur 50 km von Darwin entfernt.
Im Berry Creek gibt es einige heiße Quellen, so dass die beiden pools immer mit frischem warmen Wasser gefüllt bleiben. Freshies und Salties gibt es hier zwar, aber das Gewässer wird überwacht, es sind Fallen aufgestellt und im Falle einer Krokodil-Sichtung wird das Gewässer gesperrt.
Um die Mittagszeit wird es voll im Berry Creek. Es ist Sonntag und ganz Darwin scheint hier zu sein. Zeit für uns aufzubrechen und weiter zu fahren. Am Parkplatz stand schon ein typisch australisches Hinweisschild: If Carpark is full, Berry Springs is overcrowded. Please come back later!
Wir fahren weiter in den Litchfield National Park.
Die Landschaft ist geprägt von Wasserfällen, Wald und Sandsteinplateaus, in den Schluchten findet man Monsun-Regenwälder. Unser Hauptgrund aber: Im Gegensatz zum Kakadu National Park stellen die Leistenkrokodile – Salties – hier nur ein geringes Problem dar. In den meisten Wasserlöchern kann man während der Trockenzeit baden. Bei den Temperaturen freuen wir uns jedenfalls schon auf eine Abkühlung.
Vorher geht es aber in die Lost City:
Wir übernachten heute am Wangi Fall. Es ist das Ende der Trockenzeit, vor Salties brauchen wir hier keine Angst haben. Es fließt allerdings auch nicht mehr viel Wasser den Fall herunter. Für ein erfrischendes Bad reicht es allemal:
Montag 17. August 2015
Heute fahren wir über den Reynolds Track weiter Richtung Süden in den entlegenen Teil des NPs. Ein 4WD ist von Vorteil, denn den Reynolds River müssen wir einige Male durchqueren. Man sagt zwar, man solle vor Wasserdurchquerungen mit dem Fahrzeug zuerst den Wasserstand und die Bodenbeschaffenheit zu Fuß erkunden, aber bei Warnhinweisen zu Salties im Fluss verzichten wir darauf.
Der Litchfield NT ist bekannt für seine zahlreichen Termitenarten und die vielfältigen Termitenhügel. Hohe Türme, schlossähnliche Gebilde oder flachen Fladen sind zu sehen. Die Hügel sind zwischen wenigen Zentimetern und mehreren Metern hoch. Auch die Farbe ist je nach Boden unterschiedlich.
Unser erster Badestopp am Reynolds Track ist der Sandy Creek Waterfall. Durch palmengesäumten Monsunregenwald laufen wir zum Wasserloch und hoffen darauf, eine Abkühlung zu finden. Der südliche Teil des Parks ist wirklich sehr einsam. Auf der Wanderung zum Rockpool begegnet uns kein Menschen, dafür raschelt es im Gebüsch. Wir meinen, die ein oder andere Schlange gerade noch gesehen zu haben. Also laufen wir weiter…. laut! Die letzte Regenzeit war nicht sehr ergiebig. Daher sind nun, am Ende der Trockenzeit, die Creeks, Waterfalls und Rockpools schon recht „trocken“. Aber hier kann man noch gut schwimmen.
Wir fahren weiter über ein Hochplateau mit grauen Termitenhügeln soweit das Auge reicht. Man hat den Eindruck, als würde man über einen Friedhof blicken.
~ Arah OHara ~




















