Archiv des Monats: August 2014
30.08.2014 Uluru am Abend
29.08. – 30.08.2014 – auf dem Weg ins Red Centre
Freitag, 29. August 2014
Der Wecker klingelt mal wieder früh, es gibt ein schnelles Frühstück im Stehen, die restlichen Cornflakes verfüttern wir an die immer noch bettelnden Enten, Gänse, Gubbels und andere Federviecher. Die Kinder verfüttern das restliche Hasenfutter und wir packen die Taschen. Eine ist komplett voll mit Schmutzwäsche und Souvenirs, die könnten wir in einem Locker am Flughafen in Perth lassen.
Bevor wir das Auto abgeben müssen wir noch volltanken und durch die Waschanlage. Mick hat gestern schon mal die Lage erkundet wo Crikey ist, so müssen wir heute morgen nicht lange suchen. Der Juniorchef, Adam, fährt uns dann zum Flughafen, was ein toller Service. Am Flughafen läuft alles glatt. Wir haben für Qantas-Verhältnisse zwar Übergepäck, da wir aber über Emirates gebucht haben, gelten auch hier wieder unsere 30 kg pro Person, egal wieviele Gepäckstücke. Unsere Schmutzwäschesouvenirtasche nehmen wir dann doch mit, der Locker hätte tatsächlich 120 AUD gekostet… vielleicht können wir ihn im Hotel lassen. Leanas Schere haben wir diesmal in den Koffer gepackt (in Alice werden wir allerdings feststellen, dass Mick sein Leatherman in der Fototasche hatte – im Handgepäck!)
Im Wartebereich haben wir freies WLAN, wir surfen natürlich und die Wartezeit vergeht schonmal wie im Fluge! Fast bekommen wir nicht mit, dass es draußen aus Eimern gießt! Perth weint, weil wir gehen… wir sind auch traurig, wenn wir uns auch auf unser nächstes Abenteuer freuen. Wir fliegen mit 10 Minute Verspätung ab, haben aber trotz des wirklich miserablen Wetters einen prima Start und einen ruhigen Flug. Kurz vor der Landung bekommen wir schon einen Blick auf den Uluru. Wir landen auch mit 10 Minuten Verspätung, bekommen unser Gepäck super schnell, bekommen auch gleich ein Taxi und checken im Hotel ein.
Wow, ein Zimmer mit echten Betten und einem eigenen Badezimmer! Die Kinder bekommen jeder einen Apfel, wir alle bekommen jeder einen großen Choc-Chip-Cockie, dazu noch Kaffee oder Tee. Die Kinder entern sofort den Pool und abends geht’s ins Hotelrestaurant. Wir gönnen uns den Vorspeisenteller Taste of the Dessert, Känguru, Krokodil und Kamel – schmeckt sehr lecker, auch den Kindern. Dann gibt es noch Nachtisch und wir fallen glücklich und müde ins Bett!
Samstag, 30. August 2014
Der Wecker klingelt schon wieder, für uns sogar 1,5 Stunden früher. Im NT ist es zwar erst 6 Uhr, in W.A. aber noch 4:30 Uhr. Aber es gibt ein super Frühstück und darauf freuen wir uns schon. Alles was das Herz begehrt: frisches Obst, Croissant, Porridge, Müsli, Bacon, frisch gepressten Saft, Rührei, Joghurt… wir wissen gar nicht wo wir anfangen sollen. Eine Stunde lassen wir uns Zeit, dann checken wir aus, in 5 Tagen sind wir wieder hier.
Die Tasche mit der Souvenierschmutzwäsche können wir im Hotel lassen. Dann nehmen wir ein Taxi zu Apollo und freuen uns auf unseren Outback-Camper, aber wir werden bitter enttäuscht. Der hat nämlich einen Motorschaden und steht in Norseman kurz vor der Nullabor-Ebene noch in W.A. Aber man hätte eine super Alternative für uns, einen 2WD für 6 Personen mit Toilette, Dusche, Mikrowelle, Toaster, Fernseher, den größten den es gibt, ein Upgrade sozusagen. Tja, begeistert sind wir nicht, von 4WD auf 2WD ist für uns eher ein downgrade, aber was sollen wir machen, besser als gar kein Auto. Praktisch ist das Auto zwar nicht, aber wir kommen damit zum Uluru.
Nagut, wir gehen einkaufen, 5x Frühstück, 5x Abendessen. Dann machen wir uns auf den direkten Weg ins Red Centre.
~ Arah OHara ~
27.08.-28.08.2014 – Perth
Mittwoch, 27. August 2014 – Willkommen in der Großstadt!
Der Highway rauscht, viel Tatütata in der Nacht. Aber wir konnten besser schlafen als die Nacht hinterm Overlander.
Wir haben ausgeschlafen, ohne Wecker, bis 6:30 Uhr. Nachdem wir gestern Abend drinnen gegessen haben, weil es uns zu kalt war, frühstücken wir heute morgen draußen, belagert von Vögeln.
Wir machen uns gemütlich fertig und fahren gegen 9 in die Stadt. Wir verzichten auf public Transport, ist leider weit weg vom Campingplatz und zu viert wahrscheinlich eher teurer. Allerdings haben wir die Höhe des Autos etwas unterschätzt. Die meisten Parkhäuser sind nur bis 2,10 m. Nur wir haben ja noch den Erstreifen oben drauf und unsere Funkantenne. Wir passen also nicht rein. Aber einen Parkplatz haben wir dann auch noch gefunden. Direkt am Swan River, also gar nicht so weit weg.
Wir bestaunen erst mal die großen Palmen mit den Lorikeets, ganz schönen Krach machen die kleinen Papageien. Auf der Jetty trocknet ein Kormoran seine Flügel. Alles in allem macht Perth einen relaxten Eindruck.
Wir machen uns auf den Weg in die Innenstadt. Immer noch kein Gedrängel oder so… nicht wie auf der Zeil, sehr angenehm! Und das beste, die ganze Innenstadt ist rauchfrei! Und außerdem total sauber (klar, liegen ja schon mal keine Kippen rum). Das vielleicht noch bessere, in der gesamten Innenstadt gibt es kostenfreies WLAN. Perth ist echt toll! Auch fahren im Innenstadtbereich 3 kostenfreie Buslinien. Für alle, Touristen oder Einwohner.
Wir finden einen Aussie-Pie-Laden und essen die für Australien so typischen leckeren Pies. Allen schmeckt’s! Dann wollten wir eigentlich langsam zum Campground zurück, die Jugend will schwimmen! Allerdings laufen wir auf dem Weg zum Auto zufällig an der alten Central Fire Station vorbei, heute ein Education Centre. Wir bekommen eine exklusive Führung vom ehemaligen Chief Officer persönlich. Feuerwehrleute unter sich! In der benachbarten Mädchenschule ist dann auch noch Schulschluss und die Kinder bestaunen die fremd wirkenden Schuluniformen.
Donnerstag, 28. August 2014
Wir schlafen mal wieder aus, ohne Wecker… bis 6:30… noch ein letztes gemütliches Frühstück am Tisch, dann machen wir uns ans aufräumen.
Die Kinder gehen spülen und entdecken dabei die beiden Campingplatz-Kaninchen. Was eine Freude!
Von einem der Campingplatz-Boys bekommen sie 2 Hand voll Hasenfutter und haben ihren Spaß während ich nochmal Wäsche wasche und Mick das Auto und den Camper putzt.
Gegen Mittag sind wir soweit fertig. Wir fahren also noch mal nach Perth. John möchte sich gerne die Perth Mint, die Münzprägeanstalt, anschauen. Wir buchen eine Führung. Mit uns dabei ist eine altersgemischt Schulklasse aus einer Grundschule. 3. – 7. Klasse. Sehr gut benehmen sie sich, die Lehrer sind allerdings auch sehr streng. John und Scarlett sind beeindruckt, eine deutsche Schulklasse können sie sich so nicht vorstellen.
Wir hören, dass hier in der Perth Mint nur Gedenkmünzen hergestellt werden. Das Geld zum bezahlen wird nur in Canberra geprägt. Goldnuggets, die nicht eingeschmolzen, haben einen höheren Sammlerwert als eigentlichen Materialwert. Wir sehen auch eine Vorführung wie ein 6kg Goldbarren gegossen wird aus flüssigem heißen Gold. Einen 12 kg Goldbarren konnte wir auch anfasse und versuchen hochzuheben. Wahnsinn wie schwer Gold ist. Dann haben sich die Kinder noch jeder eine eigene Gedenkmünze prägen lassen. Eis sehr individuelles Andenken.
Danach sind wir in den Kings Park gefahren. Von hier hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Auch gibt es hier einen botanischen Garten. Unterteilt ist er in die verschiedenen Pflanzenarten Australiens. Er ist frei zugänglich. Wir genießen den letzten Nachmittag in W.A. Morgen geht es ins Northern Territory. Die letzte Woche unserer Reise bricht
26.08.2014 – Yanchep Nationalpark
Der Wecker klingelt für, wir verzichten auf das Frühstück am Campingplatz, sondern fahren zurück in den Nationalpark. Dort gibt es 2 Plätze an denen wir auf einen netten Frühstücksplatz hoffen. Der erste ist Kangaroo Point. Macht seinem Namen alle Ehre. Wir sehen hier sage und schreibe 19 Western Grey Kangaroos! Einen BBG gibt es zwar nicht, aber wir bleiben eine ganze Weile und schauen den Roos zu.
Wir fahren weiter in die Hangover Bay. Auch hier werden wir von Kangaroos begrüßt. Wir finden einen netten BBQ in den Dünen. Es gibt lecker Aussie Breakfast, Bacon Eggs, Vegemite Toast + Tea.
Hier gibt es auch die tollen Grastrees, sie sehen aus wie Pinsel:
Um die Mittagszeit kommen wir im Yanchep Nationalpark an. Ist eher ein Naherholungsgebiet für die Menschen aus Perth, am Wochenende ist es bestimmt voll hier, aber heute geht’s. Auch hier finden wir die Western Grey Kangaroos, sie dösen unter einem Baum. Bis auf wenige Schritte kommen wir heran. Papageien fliegen durch die Bäume und knabbern die Blüten an. Außerdem finden wir die 3 momentan hier lebenden Koalas. Zwei dösen, einer isst gerade. Das ist ein seltener Anblick, denn ein Koala schläft 20 Stunden am Tag. Das Schauspiel dauert auch nicht lang, bald macht er es sich in seiner Astgabel gemütlich und schläft wieder ein.
Wir bleiben gar nicht sooo lange, suchen und lieber einen schönen Campingplatz in Perth, mit Schwimmbad natürlich. Die Kinder verbringen den ganzen Nachmittag im Wasser und auf dem riesigen Hüpfkissen. Der Campingplatz ist wirklich hübsch angelegt. 2 Seen gibt es und jede Menge Vögel sind hier unterwegs und betteln nach Essen: Ibisse, Enten, komische Wasserhühner, weiße Gänse, schwarze Schwäne und jede Menge Enten mit Babies.
~ Arah OHara ~
25.08.2014 – Nambug Nationalpark – Pinnacles
Freies WLAN schon am frühen Morgen. Der Wecker klingelt zwar um 6 Uhr, wir liegen aber noch lange surfend im Bett. Ist auch noch kalt draußen. Trotzdem schaffen wir es um 8:45 pünktlich zur Pelikanfütterung an der Flussmündung zu sein.
Die ersten Pelikane warten tatsächlich schon auf uns, sehr gesittet… Dann kommt die Frau mit rotem Eimer und schon sind noch ein paar Pelikane mehr da. Wir bekommen erzählt, dass die ganze Pelikanfütterung schon seit guten 30 Jahren durchgeführt wird. Anfangs hat der Besitzer des Restaurants auf der anderen Straßenseite seine Fischer hier morgens geputzt und die Pelikane haben relativ schnell herausgefunden, die die Fischabfälle leichtes Futter sind, also sind sie jedem Morgen gekommen. Und wenn er mal zu spät war oder gar nicht kam, sind die Pelikane bis zum Restaurant auf der anderen Straßenseite gegangen, deswegen gab es in Kalbarri schon manchmal Stau.
Und weil uns die Surfer, Wellen und Delfine gestern so gut gefallen haben, sind wir heute nochmal zu Jakes Point gefahren. Wir bleiben bestimmt 1 Stunden. Tolle Wellen, tolle Surfer, leider keine Delphine, dafür aber ein süßer Hund.
Wir müssen weiter, wir wollen heute noch zu den Pinnacles, sind nur knapp 300 km und in der Abenddämmerung soll es dort am schönstens sein, wir können uns also Zeit lassen.
Man merkt stark, dass wir in die Nähe von Perth kommen. Es ist hier dichter besiedelt, es gibt mehr Kreuzungen, mehr Autos. Auch kommen wir hier langsam in die Regionen wo Landwirtschaft betrieben wird. Wir sehen mehr Strommasten…
In Geraldton tanken wir und rasten am Hafen. Um 15:30 sind wir an den Pinnacles und fahren die 4 km Strecke ohne Hänger durch die Steine hindurch. Lustig… sieht aus wie Hinkelsteine oder Menhire. Wir sind ziemlich die letzten im Park, die Kängurus kommen auch schon raus, Western Grey Kangaroos. Mit dem für morgen angekündigten herannahendem Sturm sieht der Abendhimmel richtig toll aus. Die Pinnacles erscheinen irgendwie nicht wirklich real…
Leider können wir hier im Nationalpark nicht campen, wir fahren also wieder ein Stückchen zurück auf einen Campingplatz. Gerade noch pünktlich kommen wir um 17:59 Uhr an. Gegrillt wird im dunkeln. Eigentlich wollten sich die Kinder weigern Känguru zu essen, aber sie probieren mal und finden es sehr lecker!
~ Arah OHara ~
24.08.2014 – Kalbarri Nationalpark
Nach der fantastischen Cruise mit der Aristocat2 in Monkey Mia sind wir auf direktem Weg Richtung Highway gefahren, allerdings nicht ohne Stopp am Shell Beach, ein 120 km langer Strand, der nur aus kleinen Muscheln besteht. Verrückt. In Denham werden damit die Gartenwege „geschottert“, Ziegel gebrannt, Blumenkübel hergestellt.
Leider hatten wir vergessen in Denham zu tanken und die Offroad Strecke durch den Francois Peron NP hat mehr Diesel gefressen als gedacht. Wir beobachten besorgt die Tanknadel und hoffen dass wir es noch bis zum Overlander schaffen…. und tatsächlich, auf den letzten 10 Litern kommen wir am Overlander an. Wir tanken auf, bleiben aber nicht hier, sondern suchen uns für die Nacht lieber einen netten Platz im Never Never.
Sonntag, 24. August 2014
Die Nacht war eher unruhig so nah am Highway. Es fahren doch so einige Roadtrains die Nacht durch und nachts ist einfach alles lauter. Wir sind mal wieder kurz vor dem Wecker wach und nicht mal eine Stunde später schon on the road. Nach ca. 100 km ändert sich die Landschaft. Nicht mehr typisch Outback, rot, karg und spärlich bewachsen. Die Büsche werden größer, die immer noch trockenen Flüsse breiter, die Bäume höher. Man merkt deutlich, dass wir weiter nach Süden kommen.
Unser nächstes Highlight ist der Kalbarri Nationalpark. Der Murchison River hat sich hier auf 8i0 km Länge ein tiefes Bett in den weichen Boden gefressen. An einem Lookout machen wir uns einen Tee und genießen die Aussicht. Und mit uns ca. 100.000 bloody flies. Die Kinder sind leicht genervt. Ich habe mittlerweile das Gemüt einer Kuh!
Der Kalbarri Nationalpark ist nur knapp 600 km von Perth entfernt, es ist merklich voller hier. Auch die Parkplatzkapazitäten im NP sind für Besuchermassen ausgelegt… wir müssen uns wohl langsam wieder daran gewöhnen.
In der kleinen Feriensiedlung Kalbarri finden wir einen schönen Campingplatz mit Pool, W-Lan, Camp-Kitchen und allem drum und dran. Wir bauen auf, genießen free Grapefruit vom Campinplatz, die Kinder surfen und gehen schwimmen. Dann machen wir uns wieder auf den Weg. Einmal in den Supermarkt an der Tanke, super gut sortiert! Morgen gibt es Kangaroo-Steakk!
Auf dem Weg zu der Wanderung am Mushroom-Rock + Rainbow Valley sehen wir einen tollen Surfspot, da wollen die Kinder unbedingt zugucken. Wir halten und wundern uns über den Surfstil der Surfer. Beim näher gehen erkennen wir: das sind surfende Delphine!
Wie toll! Die WEllen donnern hier über Felsen, Jakes Point, einer der berühmtesten Surfspots entlang der Westküste. Wir sind so fasziniert, wir müssen einfach zuschauen… Die geplante Wanderung kürzen wir um die Hälfte der Strecke…
Im Sonnenuntergang fahren wir noch am bottle shop vorbei, heute abend gibt’s Emu Beer
~ Arah OHara ~
23.08.2014 – Best Cruise ever mit Aristocat2 in Monkey Mia!
Wir könnten zwar ausschlafen, weil wir erst um 10:15 in Monkey Mia sein müssen, aber wir sind mal wieder vor 6 Uhr wach. Wir haben also alle Zeit der Welt heute morgen in Ruhe zu frühstücken und alles zusammen zu packen.
Um 9.30 sind wir startklar. Wir kommen früh genug an, um uns noch mal die Delphine anzuschauen, die vor dem Strand auf und ab schwimmen.
Dann geht es an Bord. Der Skipper Greg und die Crew Brendan machen einen sehr netten und lustigen Eindruck. Es sind fast nur Australier an Bord. Wir sind hier also die Exoten, und wie es immer so ist, sprechen mich auch viele Australier an, wo genau wir in Deutschland denn wohnen, dass sie auch schon mal in Europa waren oder die Vorfahren ursprünglich aus Deutschland stammen und wie uns Australien so gefällt. Lauter nette Leute hier!
Wir sind gar nicht so lange mit dem Katamaran, der Aristocat2 unterwegs, da treffen wir schon die erste Gruppe Delphine. Sie würden hier an der Stelle immer rumhängen. Eine Gruppe von 5 Jungs. Einer schlief auf der Seite liegend an der Wasseroberfläche, ist dann aber aufgewacht als wir näher kamen. Er hatte eine abgeknickte Rückenflosse durch einen Haiangriff. An den Rückenflossen kann man die Delphine unterscheiden, jede sieht anders aus. Mit Kerben und Kratzern durch Kämpfe, Haie oder Schiffsschrauben.
Wir sind an eine andere Stelle gefahren, nur ca. 1qkm groß, an der es die einzigen 8 Delphine auf der Welt gibt, die mit „Werkzeug“ arbeiten. Die sogenannten Sponge-Dolphins. Sie benutzen einen See-Schwamm als Maulschutz um damit Steine umzudrehen unter denen sich eine besonders leckere Fischart befindet. Die 8 Delphine sind alle weiblich und diese besondere Jagdtechnik bringen sie nur ihren Töchtern bei.
Wir sind weiter gefahren an eine Stelle an der die Dugongs gerne rumhängen. Eher scheu, nicht so oft zu sehen, können bis zu 7 Minuten die Luft anhalten und machen dann auch nur einen Atemzug uns sind wieder weg. Ich habe irgendwie immer zu spät hingeschaut, mehr als den Rücken habe ich nie erspäht.
Auf der Sandbank gab es auch einige Schildkröten unter Wasser zu sehen, zwischen den Felsen waren sie sehr gut getarnt.
Unser Skipper fragte dann, ob wir alle vielleicht eine halbe Stunde länger Zeit hätten, es wäre heute so ein schöner Tag und er wüsste, dass die Buckelwale noch in der Bucht sind, also würde er gerne noch ein Stückchen rausfahren. Gesagt, getan. Auf dem Weg haben wir sogar noch einen Schwarm Thunfisch gesehen, das kommt wohl auch nicht so häufig vor!
Und dann haben wir am Horizont schon die Wale gesehen. Der Skipper meinte, es wären nur ein paar Meilen bis dorthin, das würde sich heute lohnen. Wir haben den ein oder anderen dann auch in der Nähe gesehen, wenn er aufgetaucht ist zum atmen, aber dann sind sie auch schon weitergezogen und erst weiter weg von unserem Boot wieder aufgetaucht. So richtiges Glück hatten wir noch nicht. Aber dann! Wir hatten einen Wal gefunden, der gerade einen großen Kreis um seine Beute geschwommen ist und gefressen hat. Wir konnten das vom Boot aus gut beobachten. 2 oder 3x hat er diesen Kreis gezogen, dann schwamm er an unserem Boot vorbei und machte plötzlich kehrt und schwamm um unser Boot herum. Dann kam noch einer zweiter Wal dazu. und Beide umkreisten das Boot und schwammen unten drunter durch. Und dann hatten die beiden ihren Spaß uns zu beobachten. Sie tauchte immer wieder direkt neben dem Boot auf und schauten uns an, drehten sich auf den Rücken, kratzen sich ihren Rücken oder sogar ihre Bäuche am Boot. Wahnsinn! Normalerweise darf sich da Boot nur 10 Minuten in der Nähe der Tiere aufhalten, damit sie nicht zu viel gestört werden. Wir konnten allerdings nicht weg, weil die beiden zu dicht an uns dran waren, Wir hätten nicht wegshippern können ohne das Risiko einzugehen sie zu verletzen. Also mussten wir bleiben. Mit einem Unterwassermikrofon hat der Skipper dann noch die Laut der Wale hörbar gemacht. Mittlerweile war auch klar, dass die Tour nicht nur 30 Minuten länger werden würde. Eine ganze Stunde lang haben sich die Wale uns und unser Boot angeschaut. Dann waren sie beide zeitglich am Bootsrumpf, so dass wir den Motor starten konnten. Das Einlegen des Rückwärtsganges fangen beide nicht so gut uns sie schwammen weg. Was einen fantastische Sache!
Wir sind dann tatsächlich noch auf die Blue Lagoon Pearl Farm gefahren und haben erfahren, wie die Perlen mit Opal drin gezüchtet werden. Auf dem Dach der Farm saß auch noch ein See-Adler, der hier sein Jagd-Revier hat.
Dann ging es mit 13 knots zurück nach Monkey Mia. Allerdings nicht ohne boom netting, darauf hatten sich John und Scarlett schon so gefreut. Sie saßen am Heck des Katamarans zwischen den Turbinen im Netz im Wasser und mussten sich festhalten. Dann hat der Skipper Gas gegeben, solange bis sie quasi übers Wasser geflogen sind! Wahnsinn, die hatten einen Spaß. Der Skipper ist vor Monkey Mia noch extra eine Zusatzrunde gefahren.
Aus der 2,5 Stunden Tour ist also eine 4,5 STunden Tour geworden. Wir hatten aber auch alle unseren Spaß, auch Skipper und Crew waren begeistert von den Walen.
Jetzt mussten wir uns aber sputen, wenigstens bis zum Overlander wollten wir heute eigentlich fahren. Als wir aus dem Carpark in Monkey Mia rausfuhren lief und noch ein Emu über den Weg und kurz vor Denham dann ein Echidna. Was ein tierischer Tag!
~ Arah OHara ~
22.08.2014 – Francois Peron Nationalpark
Was soll ich sagen, der Wecker klingelt um 6 Uhr, wir sind aber wie immer schon vorher wach. Wir frühstücken recht gemütlich und machen uns dann auf den Weg in den Francois Peron Nationalpark. Sandpiste… wir müssen bei der Einfahrt in den NP den Reifendruck von 4 bar auf 2 bar herablassen.
Die Piste wir sofort sandig, es gibt eigentlich nur 1 Spur die hier alle fahren, wie auf Schienen.Die gesamte Strecke zum Cape Peron ist 60 km lang, nach 50 km treffen wir das erste Auto.
Wir halten an 3 Buchten. South Gregories, schöner Strand, kein Mensch hier, aber lange bleiben wir nicht. In der nächsten Bucht soll man schnorcheln können. Also fahren wir weiter zu Gregories. Was ein Farbspiel, der Sand auf dem wir fahren ist knallrot, auf dem selben knallroten Sand laufen wir zum Strand und dann stehen wir plötzlich auf weißem Sand vor Hellblauem kristallklarem Wasser. Wir im Paradies. Und auch an diesem Strand wieder kein Mensch. Die Buch ist eingerahmt von roten niedrigen Sandsteinklippen. Die Kinder bauen Burgen, Mick schnorchelt. Herrlich, nur wir und die Bucht! Dann fahren wir weiter in die nächste bucht, sie soll von den Farben noch spektakulärer sein. Bottle Bay, wir laufen zum Strand, wieder nur wir und azurblaues kristallklares Wasser, weißer Strand… aber wo sind die roten Klippen? Da bemerken wir, dass man wohl auch mit dem Auto am Strand entlang fahren kann. Wollen wir auch, jetzt wo der Reifendruck eh niedrig ist. Wir fahren bis zum Ende der Bucht und lunzen um die Ecke, wow, hier sind die roten Klippen. Wir schauen auf den Wasserstand, Ebbe oder Flut, wir wissen es nicht, aber auch bei Flut sollte es für einen kurzen Ausflug in diese Bucht reichen. Also einmal mit dem Auto durch den nassen Sand ans andere Ende der bucht. So toll sieht es aus, das Farbenspiel ist gigantisch. Am Ende der Bucht führen zwar Reifenspuren weiter, wir können aber auf der Karte nicht erkennen wie es weiter geht geländemäßig, also bleiben wir lieber hier. Außerdem sind wir hier völlig alleine und offensichtlich kommt die Flut, es kommt dann erstmal keiner in diese Bucht um uns evtl.. aus einer Sanddüne zu ziehen. Also wieder zurück und weiter Richtung Cape Peron.
South Gregories:
Gregories:
Bottle Bay:
Cape Peron ist auch toll. Wieder rote Klippen, blaues Wasser, zwischen den Felsküsten weiße Sandstrände. Möwen sind hier, snapper tummeln sich im Wasser, Kormorane sitzen am Strand und Delphine schwimmen an der Küste entlang. Irgendwie unwirklich. Wir machen uns auf eine 3 km Wanderung an der Steilküste entlang und durch sandige Dünen zum nächsten Aussichtspunkt. Unterwegs begegnet uns ein Waran.
Auf der Rückfahrt begegnet uns noch ein Thorny Devil:
~ Arah OHara ~
21.08.2014 – Redback Spider
Wir haben heute die 2. giftigste Spinne Australiens getroffen.
Ein recht großes Exemplar. Ich hatte ein kleineres Exemplar ja schon mal in meinem Zimmer (back in 1992), war also weniger beeindruckt als der Rest der OHaras. Die haben sämtliche Kameras ausgepackt und fotografiert und gefilmt… die Australier meinten nur, sie würden lieber drauf treten als fotografieren….
~ Arah OHara ~



























































































